Ein Blick nach Gaza

Wie bereits erwähnt, haben wir uns Freitag morgen auf den Weg zum Grenzübergang Erez gemacht. Am Eingang des Geländes empfingen uns Soldaten, jedoch konnten wir direkt passieren. Dank persönlicher Kontakte vor Ort, war es uns möglich an einem Treffen ehrenamtlicher Helfer teilzunehmen, die Verletzte oder kranke Einwohner Gazas in israelische Krankenhäuser fahren. Glücklicherweise trafen wir vor Ort Harry Langbeheim, einen gebürtigen Schweizer, der für uns übersetzen und uns von seinen Erfahrungen berichten konnte. Es war sehr interessant, dem Gaza-Streifen, den man so oft im Fernsehen sieht, nun plötzlich so nah zu sein. Es fühlte sich für uns überhaupt nicht gefährlich an, eher wie ein gewöhnlicher Museumsbesuch. Das liegt an dem ausgeklügelten Sicherheitssymstem Israels. Es fliegen zwar immer wieder Raketen von Gaza in Richtung Israel, aber dank des ausgezeichneten Frühwarnsystems liegt die Zahl der Direkttreffer seit Jahren bei ca. Null.

Ein Blick nach Gaza 😯

Nach einigen Minuten ergriff Schlomo das Wort, ein groß gewachsener Mann, der für 26 Jahre bei der Armee war und auch bereits bei den schweren Erdbeben in der Türkei geholfen hat. Gründer der Organisation, die mittlerweile über 600 Mitglieder zählt, ist Juval Roth. Die Idee zu der Gründung dieser Organisation kam ihm, als sein Bruder im Krieg umgekommen ist.

Normalerweise darf niemand aus Gaza raus, jedoch ist es Verletzten und Kranken erlaubt, für die Dauer ihrer Behandlungszeit Gaza mit einem Familienmitglied zu verlassen, da die medizinische Versorgung vor Ort miserabel ist.

Denkmäler an der Grenze, die die Entstehung und den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern erklärt.

Schlomo erklärt, dass allein dieser Grenzübergang mit 360 Kameras bewacht ist. In ganz Israel gibt es 15 solcher Grenzübergänge, lediglich 2 davon zu Gaza die anderen sind zur Westbank. Zur Zeit leben zwei Millionen Menschen im Gaza-Streifen, in nur 5 Jahren werden es drei Millionen sein(!), damit hat Gaza bereits jetzt die weltweit höchste Bevölkerungsdichte. Als Hauptgrund für die Katastrophe nennt Juval Roth den Rückzug Israels aus Gaza und die Gründung der Terrororganistion Hamas im gleichen Jahr. Obwohl die UN Milliarden an Hilfsgeldern nach Gaza sendet, leidet die Bevölkerung aufgrund der Tyrannei der Hamas dort Hunger und Not. Ein weiteres Problem ist laut Schlomo, dass in dem kleinen Gebiet Gaza so viele unterschiedliche Organisationen und Institutionen ihre Finger im Spiel haben. Dies erschwere die so dringend benötigte Hilfe enorm.

Dann war das ineressante Treffen auch schon beendet.

Wir bedanken uns vielmals bei Harry Langbeheim und Yoshi Gryman, die uns bei der Recherche für diesen Artikel sehr geholfen haben.

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