Einblick ins Kibbuz

Die Geschichte des Israelischen Staates beginnt 1948, das Datum, das die Unabhängigkeit besiegelt.

Aber die Geschichte der Kibbuze liegt viel weiter zurück. Trotzdem gehören sie fest zur Entwicklung Israels. Das Kibbuz ‘Nir Am’, in dem z.B. Nilsu, Tuana, Aaron und Eleni untergebracht sind, wurde 1943 gegründet, von Einwanderern aus Rumänien. Das Konzept der Kibbuze ist in jedem Kibbuz recht ähnlich, mal mehr mal weniger stark ausgeprägt. Ohne sie würde sich das Israel von heute wohl lange nicht in einer solchen Einheit und Zusammengehörigkeit zeigen können. Die Kibbuze dienten dazu neue Orte zu bevölkern und sie in den zukünftigen Staat zu integrieren. Oft entstanden sie mitten in der Wüste, und alles Grün musste von den Bewohnern selbst angelegt werden. Zu Beginn war das Wichtigste einen Wasserzugang zu finden. War dieser vorhanden, konnte hier ein Kibbuz entstehen, angefangen mit kleinen, minimalistisch ausgestatteten Häusern. Zu Beginn war der kollektive, demokratisch sozialistische Gedanke von essentieller Bedeutung. Die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und des Teilens zu Beginn der Entstehung Israels bildeten den Grundstein für die weitere Entwicklung. Außerdem interessant ist, dass Kinder nicht bei ihren Eltern schliefen, sondern einen extra Schlafraum in der Mitte des Kibbuz hatten, dem am besten geschützten Platz im Kibbuz, welches heutzutage von einem Stacheldrahtzaun und einem bewachten Eingangstor geschützt wird.

Jeder Kibbuzbewohner war entsprechend dem sozialistischen System gleich, egal welcher Arbeit er nachging, alle erhielten das selbe Gehalt und die selbe Unterstützung. Allerdings verändert sich das mit den Jahren und in vielen Kibbuzen ist die Denkweise mittlerweile sehr viel offener. Der gemeinsame Speisesaal beispielsweise wird im Kibbuz Nir Am heute als technischer Treffpunkt verwendet, die gemeinsame Wäscherei wurde aufgelöst und die Kinder schlafen bei ihren Eltern. Während früher alle Gehälter der Bewohner ans Kibbuz gingen und sie im Gegenzug mit allem Notwendigen, wie Essen, Bildung und Medizin versorgt wurden, erhält heute jeder sein eigenes Gehalt und den Familien wurden Grundstücke zugeteilt.

Dennoch ist der Zusammenhalt im Kibbuz enorm, wodurch die Bewohner manchmal wie eine einzige große Familie wirken.

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