Day 8

Heute fing unser Programm etwas später an – um 9:15 versammelten wir uns am Bahnhof von Sderot. Unser Ausflugsziel: Jaffo, bei Tel Aviv. Im Zug gab es sogar freies WLAN! #faszinationtechnik 😎 Da kann sich die Deutsche Bahn mal eine Scheibe abschneiden!

Dort angekommen wurden wir von Charlie, unserem Tourguide, durch die Stadt geführt. Startpunkt war diese Turmuhr, welche 1903 zu Ehren des damaligen Sultans errichtet und als Zeichen für einen zeitgemäßen, westlich-modernen Herrscher galt.

Danach begaben wir uns zum Tor zur Altstadt. Hier wurde uns eine Geschichte erzählt, nach der Abunabut (Abu=Vater / Ehrentitel) den Eintritt in die Altstadt durch das Tor nach Sonnenuntergang verbot, bis er eines Abends nicht durchgelassen wurde, da die Wächter ihn als ihren Vorgesetzten nicht erkannten und sich über sein Erscheinungsbild lustig machten. Am nächsten Tag berief er die ganze Stadt zu einer Versammlung ein, in der er diese Wächter für die strenge Umsetzung ihrer Befehle mit Gold belohnte. Als Strafe für die Beleidigungen wurden sie allerdings zum Tode verurteilt.

Dann kamen wir zu dem unten abgebildeten Bau, und erfuhren, dass Jaffo sogar älter als Jerusalem ist! Schon die Ägypter eroberten mit viel Mühe dieses Terrain, als sie nach wochenlangem Misslingen einer Invasion dem damaligen Herrscher ein heimtückisches Geschenk überreichten. Dieses umfasste mehrere mit Weizen gefüllte Gefäße, in denen sich ein Soldat versteckte, welcher die Stadtmauer von innen öffnete und somit den Angriff der bereitstehen Armee ermöglichte.

Der Name Jaffos stammt von einem der drei Söhne Noahs names Jaffet, welcher die Stadt gründete.

Später kamen wir zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Tel Aviv.

1909 wurde die Stadt Tel Aviv offiziell gegründet. Übersetzt bedeutet der Name Frühlingshügel.

Nach der Führung haben wir gegessen – Pitabrot und Hummus, was sonst? Unsere Ernährung hier besteht zu 90% aus diesen schmackhaften Zutaten! Vor dem Essen wurden, wie in Israel üblich, kleine Häppchen serviert, von denen wir uns eifrig bedient haben. Hier das Beweisfoto:

Nach dem Mittagessen sind wir auf den Markt und haben unsere mehr oder weniger vorhanden Verhandlungskünste zur Schau gestellt – für viele erwies sich dies allerdings als schwierig, da die meisten Händler sehr aufdringlich waren. Trotzdem haben wir schöne Souvenirs und Mitbringsel ergattert!

Um 16:00 versammelten wir uns wieder an der Turmuhr, an der unser Rundgang durch Jaffo begann – dort teilten wir uns in kleinere Gruppen auf und sind entweder noch Shoppen gegangen oder mit dem Zug zurück nach Sderot.

Wir “Jouurnalists” hatten am späten Nachmittag noch die einmalige Chance, Jerusalem zu besichtigen. Dessen historische Bedeutung und kulturelle Vielfalt war im bunten, vibrierenden Durcheinander stark zu spüren.

Bis zu den 1860er Jahren war nur der innere Kern Tel Avivs besiedelt. Danach zogen 22 Familien in eine große Windmühle außerhalb der Stadt, und nach dem Ausbruch der Cholera 1868 folgten weitere, sodass die ersten Vororte entstanden.

Auch den Felsendom, die Al Aqsa Moschee, Klagemauer und Grabeskirche haben wir zu Gesicht bekommen. Nach unserem Besuch auf dem Markt, der voller Stände, Streetart und kleiner Bars war, und auf dem Marktschreier lauthals ihre kunstvoll arrangierten oder bunt dekorierten Waren anpriesen, aßen wir gemeinsam zu Abend. Es war ein unglaublich besonderes Erlebnis und ein wunderbarer Abschluss des langen Tages.

Advertisements

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

w

Connecting to %s

Create a website or blog at WordPress.com

Up ↑

%d bloggers like this: